CMD UND FUNKTION

Wenn Sie häufig unter Kopfschmerzen bis hin zu Migräneanfällen leiden, Probleme bei der Öffnung des Mundes oder beim Kauen haben oder Knackgeräusche im Kiefergelenk bemerken, ist zu überprüfen, ob Sie unter einer Funktionsstörung des Kauorgans, dem so genannten Kiefergelenksyndrom (CMD) leiden.

Als Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) wird die Auswirkung einer Fehlstellung zwischen Schädel (Cranium) und Unterkiefer (Mandibula) bezeichnet. Die Muskeln des Kausystems stehen über Funktionsketten mit der Wirbelsäulenmuskulatur in Verbindung. Daher gehen CMD-Beschwerden häufig über den Bereich des Kopfes hinaus. Ebenfalls Nacken-/Schulterverspannungen, Blockierungen der Halswirbelsäule oder ein Beckenschiefstand können Folge dieser Erkrankung sein. Weiteres Indiz können Ohrgeräusche bis hin zu einem Tinnitus oder Schmerzen in der Halswirbelsäule sein.

Die Zähne besitzen einen hoch sensiblen Tastsinn, der über den Kauvorgang die gesamte Muskulatur von Kiefer, Hals, Gesicht und Nacken mitsteuert.
Von Natur aus sind die Zähne auf eine Genauigkeit von 1.000-tel Millimeter ausgelegt. Für eine optimale Kaufunktion müssen die Zähne im Ober- und Unterkiefer so genau ineinander greifen wie die Rädchen in einem Uhrwerk.
Schon kleinste Veränderungen in diesem komplizierten Zusammenspiel von Zähnen, Muskeln und Gelenke - z.B. ein höher gewachsener Zahn - können Funktionsstörungen auslösen, die sich oftmals vielschichtig bemerkbar machen.

Die instrumentelle Funktionsanalyse ermöglicht eine analytisch exakte Bewertung der individuellen Mund- und Kiefersituation.

Im Rahmen der sogenannten klinischen Funktionsanalyse werden die Ursachen für die Fehlfunktion ermittelt, der Umfang der Funktionsstörung und die Schmerz auslösenden Strukturen erfasst sowie Fehlstellungen der Kiefer und der Zähne analysiert. Neben Röntgenaufnahmen kann die Modellanalyse im Kausimulator (Artikulator) notwendig werden. In Sonderfällen unterstützen die Magnetresonanztomografie (MRT) zur Darstellung des Gelenkinneren den Behandler bei der Feststellung der richtigen Diagnose. Wichtiger Bestandteil der Untersuchung ist die Überprüfung der Kiefergelenksfunktion. Neben der Prüfung der Schmerzhaftigkeit der Gelenkkapsel werden auftretende Geräusche festgehalten und vorhandene Abweichungen oder Hindernisse bei der Bewegung des Kiefergelenkköpfchens auf der Gelenkbahn ermittelt. Abschließend werden die Kontaktverhältnisse der Zähne des Ober- und Unterkiefers untersucht.

Entsprechend der Untersuchungsergebnisse kann z.B. mit Hilfe von Aufbissschienen Abhilfe geschaffen werden. Die Ergebnisse der klinischen und instrumentellen Funktionsanalyse optimieren den von Ihnen und mir angestrebten Behandlungserfolg.

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